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Online Lernplattformen für Schulen

Möglichkeiten des Online-Unterrichts an Schulen in Zeiten von Corona

Seit kurzem befinden wir uns in einer Ausnahmesituation: Mindestens für die nächsten Woche wird es keinen Vor-Ort Unterricht in den Schulen geben. Dank Corona bleiben die Schulen vorerst geschlossen. Dabei steht das Abitur (und andere Abschlussprüfungen) kurz bevor.

Zeit nachzuholen, was in anderen Regionen der Welt (Stichwort Home-Boarding in Australien) schon Standard und in Unternehmen schon weit verbreitet ist: Lernen über digitale Plattformen.

Unsere Schulen haben diese Möglichkeit (bisher) noch kaum genutzt. Das heißt aber nicht, dass sie jetzt nicht damit anfangen können:

Die Tools die für digitalen Austausch genutzt werden können sind vielfältig, aber da es besser ist, eine (gute) Möglichkeit zu nutzen als viele nur zu kennen, werde ich mich hier darauf fokussieren, ein Tool-Set vorzustellen:

Die Google Education Suite

Google ist mittlerweile weit mehr als nur eine Suchmaschine oder eine Datensammelanstalt: Mit der G Suite ist Google in den Bereich Software-Lizenz-Verkauf eingestiegen und macht mit seinem Produkt dem Office-Riesen Microsoft ernsthafte Konkurrenz. Die Produkte der G Suite können in einigen Fällen mit den MS Office Produkten mithalten, in manchen Dingen überragen sie diese sogar.  Was die Anwendung für unsere Zwecke jedoch besonders hervorhebt:  es gibt ein kostenloses Paket für Bildungseinrichtungen.*

Als Einrichtung braucht man nur ein Google-Konto und kann sich hier registrieren: Google Education Suite

Nach der Freischaltung durch Google kann man dann ausgewählte Produkte der G Suite kostenlos verwenden, die uns für den Augenblick vollkommen reichen.

Und wie nutze ich das für Digitalen Unterricht?

Das Verwaltungszentrum unseres Online-Unterrichts ist das google Classroom und google drive (das Online-Ablagetool)

Im Classroom habe ich die Möglichkeit meinen Kurs anzulegen. Dafür braucht jeder Schüler ein eigenes Google Konto. Dieses kann extra hierfür angelegt werden oder ich verwende einfach die schon vorhandenen Konten (jeder Schüler mit einem Android Gerät besitzt i.d.R. einen Google-Account). In dem Fall brauche ich die E-Mail Adressen der Schüler, die diese in ihren Google-Konten verwenden.

Als Lehrer lade ich nun meine Kursteilnehmer ein. Und los geht´s mit der Verwendung.

Als Arbeitsflächen stehen mir nun die Produkte der G Suite zur Verfügung, die ich im Classroom verwalte. Über Word und das Google Präsentationstool kann ich Infos hochladen. Google Hangouts lässt sich nutzen um Live-Unterricht abzuhalten: Einen Termin stelle ich im Classroom ein und versende den Zugangscode über den gleichen Kanal.

Zur Lernzielkontrolle lässt sich google-Forms optimal einsetzen und über den Classroom sehe ich, wer das Dokument bereits ausgefüllt hat.

Da das Internet bereits voll ist mit guten Tutorials spare ich mir an dieser Stelle eine genaue Erklärung wie das alles funktioniert. Wer IT-affin ist, lernt es intuitiv -> Learning by doing. Für die weniger IT-gewöhnten kann man bspw. dieses Video empfehlen.

Exkurs zum Schluss:

Und wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Eins vorweg: Google garantiert kein Hosting in Deutschland. Und was genau mit den Daten passiert, weiß niemand zu 100 %. Deshalb ist, wie immer wenn wir uns im Internet bewegen Vorsicht geboten. Allerdings: Die Schülerzugänge können Sie anonymisieren und Personenbezogene Daten müssen nicht oder nur in sehr geringem Umfang gespeichert werden. Und dass sich ein Unternehmen wie google für Ihre hinterlegten Aufgaben interessiert scheint weit hergeholt.

*Warum stellt google die G Suite kostenlos zur Verfügung?

Vermutung: Marketing –> führe junge Leute möglichst früh an dein Produkt heran, später werden diese Leute es kaufen oder als Influencer dafür fungieren. Die Idee ist nicht neu: auch andere Software-Anbieter (unter anderem Microsoft) haben diese Möglichkeit bereits vor Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns: Wir helfen gerne weiter und machen Ihnen auch eine Pauschal-Angebot für Einrichtung und Einführung der Lehrkräfte.

Telefonische Beratung unter: 0761 48 98 28 99

Alternativen zu Google

Da wir ja in Deutschland leben und der Datenschutz über allem steht sei hier auf die Alternative der https://schul-cloud.org/ hingewiesen. Wikipedia Artikel dazu, da die Seite latent überlastet ist.

Bzw. wer nur eine geregelte Ablage braucht, der kann sich https://nextcloud.com/ auf dem eigenen Server installieren. Sozusagen Dropbox oder Google Drive in der eigenen Hand.
So können zumindest Arbeitsblätter und Anweisungen koordiniert abgelegt werden.

In Kombination mit dem System Moodle kann man so Online Kurse anbieten. Eine Demo ist unter https://moodle.org/demo/ zu finden.

Sie möchten die Google Suite nutzen und brauchen Hilfe bei der Einrichtung oder dem Handling?

Sie brauchen eine eigene Cloud?